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Deepfakes von Politikern und Prominenten: Australische Aufsicht warnt vor KI-Betrugswelle

Die australische Finanzaufsicht ASIC hat im vergangenen Geschäftsjahr fast dreimal so viele Scams bearbeitet wie im Vorjahr. Am häufigsten imitiertes Gesicht: Premierminister Anthony Albanese.

iureka Team ·

Foto: RDNE Stock project / Pexels
Foto: RDNE Stock project / Pexels

Künstliche Intelligenz macht es Betrügern so leicht wie nie zuvor, die Gesichter bekannter Persönlichkeiten zu missbrauchen: Australiens Finanzaufsicht ASIC warnt vor einer massiven Welle von Deepfake-Betrugsmaschen. Allein durch die zehn am häufigsten imitierten öffentlichen Figuren verloren Australier im vergangenen Jahr 7,4 Millionen Dollar – an der Spitze der Liste: Premierminister Anthony Albanese (The Guardian).

Echte Bilder, falsche Versprechen

In einem verbreiteten Video verspricht ein Deepfake des Premierministers, Australier könnten 4.000 Dollar investieren und daraus 40.000 Dollar im Monat machen – eine angebliche „offizielle Plattform“ mit staatlicher Garantie. In anderen Clips werden „Steuer-Dividenden“ oder ein Stundenlohn von 35 Dollar („etwa 850 Dollar pro Tag“) versprochen. Die ASIC verarbeitete im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 19.400 Scams – fast dreimal so viele wie im Jahr zuvor (The Guardian).

Ein Ökosystem aus Fake und Täuschung

Die Maschen sind inzwischen hochprofessionell: Betrüger bauen Netzwerke aus erfundenen Marken, Websites, Bewertungen, Artikeln und Videos auf, die zusammenwirken, um Opfer zu überzeugen – das Geld fließt am Ende an Kriminelle im Ausland (The Guardian). Die Aufsicht entfernte in zwölf Monaten mehr als 19.000 betrügerische Inhalte, ein Anstieg um 182 Prozent (ABC News). Unter den imitierten Gesichtern finden sich neben Albanese Oppositionführer Angus Taylor, Milliardärin Gina Rinehart, Senatorin Pauline Hanson, der verstorbene Radiomoderator John Laws und der Wirtschaftsjournalist Alan Kohler.

Milliardenverluste durch Investment-Scams

Die Gesamtverluste der Australier durch Betrug lagen 2025 laut National Anti-Scam Centre bei mehr als zwei Milliarden Dollar. Investment-Betrug machte mit 837,7 Millionen Dollar den größten Einzelposten aus (ABC News). Die Behörde betont, dass Scammer sich schnell an den Nachrichtenzyklus anpassen und aktuelle Themen wie Zinsen oder Kryptowährungen aufgreifen. KI-generierte Deepfakes seien nur der Anfang – die Warnung an Verbraucher: misstrauisch bleiben bei „garantierten“ Renditen, und Angebote immer über offizielle Kanäle prüfen.